| Walpurgisnacht | |
| Zeitraum | 24.10. - 09.11.2002 und 30.04.2003 (Walpurgisnacht bei ARTipi) |
| Inhalt | |
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Seit 17 Jahren ist der Gangerla (Teufel) schon hinter der Seele der Hebamme Fischer Mare her. Vieles hat er ihr angetan, damit sie endlich von ihrem Herrgott ablässt. Aber in dieser Nacht soll es soweit sein. Der Teufel setzt alles auf eine Karte, um sie am rechten Leben verzweifeln zu lassen.Zunächst aber gibt der junge Dorfschmied bei der Maifeier seine Verlobung mit Lena, der Tochter Mares, bekannt. Und drei Hamperer (Landstreicher) beschließen ein wenig bei der Feier mitzutun.Gangerla aber schickt die beiden Waldschrate Habergoaß und Heidschnuck aus, damit sie Lena einen Liebeszauber anhexen, der sie in ewige Schande stürzen soll. Aus Versehen werden noch die Bürgermeistertochter und die drei Dorfhonoratioren (Bürgermeister, Schulmeister, Pfarrer) vom Liebeszauber getroffen. Alle drei suchen ihr unstillbares Verlangen just bei der Mare zu stillen.Währenddessen geraten die drei Hamperer mitten in den Hexensabbat, wo ihnen der Teufel persönlich Geißenhörner anhext. Nach einem gelungenen Fluchtversuch finden die drei Hilfe bei der Mare.Gangerla schickt seine ganze Höllenbrut den Hamperern hinterher. Das ganze Dorf wird vom höllischen Chaos heimgesucht.Und schließlich klopft der Gangerla selbst an Mares Tür, um sie endgültig davon zu überzeugen, seine treue Dienerin zu werden. Die Mare lässt sich auf den Handel ein und beide schließen einen Pakt.In einem Grande Finale aber gelingt es Mare, nicht nur den Teufel auszuschmieren, sondern auch noch das ganze Dorf vom höllischen Treiben zu befreien.Mit eingezogenem Schwanz muss der Gangerla das Dorf verlassen. |
| Produktion | |
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Die „Walpurgisnacht“ war an der Zahl der Mitwirkenden gemessen mit weit über 40 Darstellern, Musikern und Helfern das umfangreichste Projekt bisher. Doch vor allem Florian Schmidt investierte einen immensen Zeitaufwand allein bei der Recherche und der Niederschrift des Stückes.Glänzten die bisherigen Theaterstücke mit einer großartigen, aufwendigen Bühne, so verlagerte Schmidt diesmal seine Akzente bei der Inszenierung auf andere Aspekte. Die Bühne war bewusst schlicht gehalten und die Schauspielebene war der Fußboden. Dass trotzdem alle Zuschauer den vollen Einblick hatten, dafür sorgte eine ausgeklügelte Sitzplatzordnung in halbrunder Form und der weitgehende Verzicht auf Bodenszenen. Beeindrucken sollten diesmal die Lichteffekte und die aufwendigen Kostüme, die teils in Eigenregie oder von Marion Schwantner extra angefertigt, teils von befreundeten Vereinen geliehen wurden.Besonders wird den Zuschauern sicher der „Hexensabbat“ im Gedächtnis bleiben, bei dem mehrere Dämonen, darunter einer auf hohen Stelzen, dem Teufel im Zottelgewand huldigen, untermalt von einer von Schmidt komponierten und Andreas Würzburger arrangierten Musik, die in einer abenteuerlichen Besetzung (Blaskapelle mit Geige, Kontrabass und Amboss) ähnlich dem „Bolero“ schrittweise immer mehr die Gemüter aus der Pausenlethargie aufpeitscht.Es bleibt Schmidt eigentlich nur zu wünschen, dass sein Stück vielleicht bei einem Verlag Beachtung findet und so noch viele Menschen dieses großartige Theater genießen dürfen. |
| Hauptdarsteller | Thomas Weidenhiller, Evi Vierring, Dominik Weidenhiller, Schagg Zieglwalner, Georg Kleesattel, Michael Knöferl, Thorsten Heinz, u.v.a. |
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