Im weißen Rössl
Zeitraum 29.04. - 22.05.2004
Inhalt  

Im Hotel "Zum weißen Rössl" beginnt die Hochsaison.
Der Zahlkellner Leopold ist in seine Chefin, die Wirtin Josepha verliebt.
Die wiederum liebt den Stammgast Rechtsanwalt Siedler, der sich aber für die Tochter seines Mandanten interessiert.
Leopold, Siedler und andere Beteiligte verfolgen also jeweils andere Pläne, und es kommt zu zahlreichen Verwirrungen, Intrigen und Irrtümern.

Erst als Kaiser Franz Joseph eingreift, finden die richtigen Paare zueinander. Die Wirtin stellt den gefeuerten Leopold als Kellner und "Ehemann" wieder ein.

Produktion  

Das "Rössl" ist ein Theaterstoff der für die Sinne konzipiert wurde. Hier wird gehört und gesehen, miterlebt, mitgelacht und ausgelacht.
Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde die Handlung von Florian Schmidt gestrafft und auf den komödiantischen Moment konzentriert. Dadurch war es dem Dramaturgen und Regisseur möglich den Kern des Stückes herauszuarbeiten und so die schauspielerischen und humoristischen Möglichkeiten der Darsteller richtig zur Geltung zu bringen, ohne aber die Wurzel der Operette aus den 1930er Jahren zu vergessen. Der Zeitrahmen und der Ort wurde demnach auch dort gelassen, wo er hingehört, am Wolfgangsee in der historischen Kaiserzeit der K & K Monarchie. Parallelen zur heutigen Zeit werden aber besonders deutlich, wenn bereits zu jener Zeit die Auswirkungen des Tourismus auf die Gegend argwöhnisch beobachtet und kommentiert werden.

Das Ganze setzte sich auch in der musikalischen Gestaltung fort. Die Crew entschloss sich frühzeitig zu einem Stil, der zur Inszenierung passen und sich wie ein roter Faden durch das komplette Stück ziehen sollte, dem Big-Band-Sound.
Klaus Kopischke setzte diese Vorgabe konsequent auf der Basis der orchestralen Operettenmusik um und ließ keine Zweifel an der spielfreudigen neuen Auffassung der bekannten Ohrwürmer durch die extra zusammengestellte Big Band aufkommen. Noch interessanter für den Zuhörer wurde das Arrangement durch diverse Abwechslungen in der Musik, etwa durch lateinamerikanische oder traditionelle Elemente oder eine kleine Besetzung mit Geige und Kontrabass, abgerundet durch vierstimmige Gesangssätze, dargeboten von einem 16köpfigen Chor.

Damit nicht genug wurde der Gast visuell in eine sportlich-elegante Revue entführt, eingefangen von rund zehn Tänzerinnen und Tänzern.
Die Choreographin Andrea Meier nahm die dramaturgischen und musikalischen Vorlagen auf und entwickelte daraus eine spannungsgeladene und durchgestylte Choreographie, gespickt mit überraschenden Elementen aus Show-, Step- und klassischem Tanz.

Für Eichstätt einmalig, arbeiteten an diesem Projekt über 80 Mitwirkende ehrenamtlich Hand in Hand, um nach dem Motto "Von Eichstättern für Eichstätter" dem gemeinsamen Publikum etwas zu bieten, an das es noch lange beeindruckt zurückdenken wird.
Sie alle kommen aus den verschiedensten Eichstätter Vereinen, so z.B. den Fensterputzern, dem Fanfarenzug, den Heidingsfelder Umdrahtn, der Faschingsgesellschaft, u.v.a. mehr, um sich unter dem Dach einer MuT e.V. Produktion mit ihren vielfältigen und besonderen Fähigkeiten einzubringen.

Hauptdarsteller Walter Eisenhart, Karin Margenfeld, Hans-Peter Schneider, Georg Heberl, Sabine Doliwa, Markus Schmidt, Nadine Hutter, u.v.a.
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